Ich möchte an dieser Stelle nicht über die Gestaltung der Plakate, eines Flyers oder Hörfunkspots sprechen - das sollte man evtl. einer Werbeagentur überlassen.
Wichtiger ist mit welchem Ansatz geworben wird.
Viele Rennveranstalter machen den Fehler, dass sie damit werben "Es starten 10.000 Enten" "Das wird das größte Entenrennen des Kreises, der Region, Deutschlands, der Welt" (siehe hierzu auch Das größte Entenrennen...).
Den Erfolg, den sie damit erzielen ist, dass sie am Veranstaltungstag evtl. Zigtausende von Besuchern, aber nur ein Bruchteil der Enten verkauft haben, die man sich als Ziel gesetzt hat. Natürlich will jeder so ein Spektakel mitmachen, wenn 10.000 Enten auf einmal ins Wasser geworfen werden. Sie erhalten so genügend Besucher - aber nur ein Bruchteil der Enten werden verkauft.
Besser ist bei allen Marketing-Bemühungen, den Verkauf der Enten gegen eine Spende in den Vordergrund zu stellen. Bewerben Sie nicht das Event, sondern den Guten Zweck. Gehen Sie davon aus, dass für jede Ente, die Sie verkaufen min. 2 Besucher kommen - einer der die Ente gekauft hat - und ein weiterer, der nur zugucken will. Positionieren Sie das Entenrennen als das, was es ist: Eine Wohltätigkeitsveranstaltung, bei dem der gute Zweck eindeutig im Vordergrund steht. Machen Sie aus dem Entenrennen keine "Kirmes" - wenn Sie so vorgehen stellt sich auch der Besuchererfolg von ganz alleine ein.
Wenn Sie das Pferd von Hinten aufziehen haben Sie evtl. mehr Zuschauer, garantiert aber weniger Teilnehmer. Die Zuschauer sind unzufrieden, das anstelle des angekündigte "größten Entenrennen Deutschlands", nur eine handvoll Enten über den Fluß dümpeln und das Charity-Ziel wird auch nicht erreicht.
