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Entenrennen haben sich international zu einem spendenträchtigen Fundraising-Event entwickelt. Auch in Deutschland gibt es mittlerweile zahlreiche Entenrennen mit Kult-Status. Es ist immer wieder zu lesen, dass die Idee der Entenrennen/Duck-Races aus den USA stammt – dies ist aber nachweislich falsch. Das allererste Duck-Race fand 1987 in Ottawa/Kanada statt. Von Ottawa nahm somit diese tolle Fundraising-Idee ihren Weg rund um die Welt auf.

Bei einem Entenrennen werden durchnummerierte Plastikenten verkauft und alle gemeinsam in einem Fluß geworfen. Die Enten schwimmen dann eine festgelegte Rennstrecke stromabwärts um die Wette. Der Käufer der ersten Ente, die das Ziel erreicht, erhält einen Preis.

Zunächst sollte für das Entenrennen eine ideale “Rennstrecke” gefunden werden. Es sollte ein Fluß im Innenstadtbereich sein, der idealerweise über eine befestigte Promenade verfügt und sowohl einen attraktiven Startplatz, als auch über einen attraktiven Zielbereich und weiterhin die notwendig Strömung verfügt. Wichtig hierbei ist auch die rechtzeitige Genehmigung der Veranstaltung durch die zuständigen Behörden.

Für die Vorbereitung und Durchführung ist ein nicht zu unterschätzender Arbeitsaufwand erforderlich. Der Spass an der Sache, das zu erwartende Ergebnis, aber auch die öffentliche Aufmerksamkeit wiegen diesen Aufwand auf. Unerläßlich ist es, sich die Unterstützung befreundeter Vereine zu suchen (Feuerwehr, DLRG, Kanuverein etc.). Dank der magischen Anziehungskraft der Enten wird es hier zu einer konstuktiven und angenehmen Zusammenarbeit kommen.

Die benötigten Gummienten kann man preisgünstig im Werbefachhandel (z. B. hier) erwerben. Sicherlich lassen sich hierfür in der örtlichen Wirtschaft Sponsoren finden. Zwingend erforderlich ist es bei der örtlichen Wirtschaft Sponsoren für attraktive Sachpreise zu gewinnen.

Um die Gummieenten verkaufstauglich zu machen, sind sie fortlaufend mit einer Nummer (Wasserfester Stift oder Aufkleber) zu versehen. Rechtzeitig vor dem Entenrennen ist mit dem Vorverkauf zu beginnen. Hierzu ist mit den örtlichen Händlern zu sprechen, ob diese nicht als Vorverkaufsstellen fungieren können. Bei den Vorverkaufsstellen sind Listen zu führen, die den Namen des Starters (Käufer und die Nr. der Badeente) erfassen.

Der Starter kann seine Badeente mit nach Hause nehmen und hat bis zum Start die Möglichkeit, sie für das Entenrennen fit zu machen. Erfahrungen zeigen, dass ein kleines Gewicht unter dem Bauch die Kippstabilität deutlich erhöht - ein großes Gewicht hingegen die Rennente schlicht absaufen läßt. (Bei uns gibt es eine Gummiente, die automatisch aufrecht schwimmt).

Es wird auch die Meinung vertreten, dass die Renntauglichkeit durch Farbgebung und insbesondere Training in der heimischen Badewanne erhöht wird. Der Ein- bzw. Anbau von Teilen wie Front- oder Heckspoilern. Motorantrieben oder Selgeln führt selbstverständlich zum Ausschluß vom Entenrennen.

Um das Entenrennen für die Teilnehmer attraktiv zu gestalten bietet es sich an, die Gummienten durch Anmalen individuell gestalten zu lassen. Dies kann dadurch unterstützt werden, dass man einen Sonderpreis für die am originellsten gestaltete Rennente auslobt. Das Anmalen hat weiterhin den Vorteil, dass der Teilnehmer “seine” Badeente im Heer der Mitkonkurrenten besser identifizieren und somit das Entenrennen besser verfolgen kann.

Am Renntag wird die Badeente dann bis spätestens eine Viertelstunde vor dem Start am Startplatz abgegeben und dort mit allen anderen Gummienten zusammen in das Startbehältnis (Kipper, Radlader, Seecontainer o. ä) gegeben. Für den der seine Badeente nicht persönlich am Start abgeben kann, sollte die Möglichkeit geschaffen werden, sie in der Woche vor dem Start bei einer zentralen Sammelstelle abzugeben. Hierbei müssen die Badeenten nochmals mit einem Zeichen gekennzeichnet werden, um eine Manipulation (Einwurf der Badeente kurz vor dem Ziel vom Uferrand) zu vermeiden. Badeenten die am Ufer oder im Schilf hängen bleiben, sollten durch geschulte Streckenposten wieder befreit werden. (Der Einsatz von blauen und gelben Fahnen ist dabei nicht zwingend erforderlich).

Wichtig für den Erfolg ist die rechtzeitige und kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit, die Unterstützung durch die örtliche Wirtschaft und eine umfassende Plakatierung. Wenn dies alles gut koordiniert wird, werden Sie ähnlich tumultartige Szenen wie bei Verkauf der Schutzbrillen vor der Sonnenfinsternis 1999 erleben. In jedem Fall haben Entenrennen die Chance zum Kult-Event in Ihrer Stadt/Gemeinde zu werden.

Planungshilfe

In Jahre 2003 haben Renate Schüsselbauer und Kai W. Dörfner auf dem Deutschen Fundraising Kongress zu dem Thema „Entenrennen/Duck-Race – Top oder Flop“ ein Referat gehalten. Das dazugehörige Hand-Out kann man hier (Entenrennen) als PDF downloaden. Es bietet weitergehende Informationen und ist eine wertvolle Planungshilfe, mit deren Hilfe man sich konkret an die Vorbereitung eines Entenrennen machen kann.

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1 Kommentar

31.03.2009 16:33 Bernfried Warning
Dies ist der allererste Kommentar. Würde mich über zahlreiche Nachfolger freuen