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Artikel Münstersche Zeitung 10.02.2007

Die Münstersche Zeitung und die Ruhrnachrichten haben einen Artikel über mein Quietscheentchen-Imperium geschrieben. Unter der Überschrift "Besuch in Entenhausen" wird über mein Unternehmen berichtet.

Besuch in Entenhausen

RHEDE - Ein Heiliger. Ein Komiker. Ein Schauspieler. Ein Comic-Held. Jesus. Charlie Chaplin. James Dean. Der rosarote Panther. Haben diese Figuren etwas gemeinsam? Nein? Oh doch. Sie alle sind Enten. So genannte "Celebriducks". Begehrte Sammlerobjekte.

Bernfried Warning als Rhede verkauft diese Enten. Enten in allen Farben, Formen und Größen. 700 verschiedene Modelle hat er im Angebot. Mehr als 10.000 Schwimmtiere in seinem Lager. Und etwa 80.000 einfache Enten für Entenrennen in einem weiteren Lager. Nur von denen, die auf vier Rädern unterwegs sind oder später als Braten enden lässt er lieber die Finger.

Ein Besuch in Warnings heiligen Hallen ist sehr unterhaltsam. Quietscheentchen in ungezählten Variationen stehen dort. Da steht Popeye neben Elvis neben dem Weihnachtsmann neben Ozzy Osbourne neben Graf Dracula neben Mona Lisa. Die "Celebriducks" sind 11,5 mal 9 mal 11,5 Zentimeter groß. Sie haben das Gesicht ihrer berühmten Namensgeber und einen Entenkörper.

Ein Regal weiter stehen die "Rubba Ducks", amerikanische Design-Gummienten, in Reih und Glied. Sie heißen B., Boo, oder Bunny, sind Biene, Gespenst oder Hase. Deebrah ist ein Zebra, Duckalulu ein Hawai-Mädchen, Ducktoberfest ein waschechter Bayer. "In Amerika gibt es eine riesige Sammlerszene für Quietscheentchen", erzählt Bernfried Warning. Und so kommt es, dass er viele Tierchen, die er aus den USA bezieht, dort auch wieder verkauft. "Oft sind sie drüben ausverkauft, ich habe aber noch welche." Die Sammler wissen das.

"Hier, das ist der Urahn aller Quietscheentchen, über 50 Jahre alt." Bernfried Warning zieht ein kleines gelbes Entchen aus einer Ecke. Es ist handbemalt, aus Naturlatex, lässt sich ganz leicht zusammendrücken. Und es quietscht richtig, anders als einige der Celebriducks. Kindheitserinnerungen werden wach. "Das ist meine Lieblingsente: der Rastaman", sagt der Entenexperte. Das Tierchen schaut schelmisch über eine Sonnenbrille und raucht einen Joint. Bernfried Warning, der so zurückhaltend wirkt, ein bisschen Bauer, ein bisschen Banker, und schaut ebenso grinsend und schelmisch über seine Brille. Ein gewitzter Geschäftsmann verbirgt sich hinter der Maske des 40-jährigen Jungen.

"Manche Freunde veräppeln mich gerne und fragen: Mit so was kann man Geld verdienen? - Kann man", sagt Warning. "Das Quietscheentchen ist ein Alltagsgegenstand, es gibt wohl keinen Haushalt, in dem nicht mindestens eins herumliegt."

Die Hälfte seiner Kunden sind Eltern, die ein außergewöhnliches Exemplar für ihre Kinder suchen, die anderen sind Sammler. Wie die Fotografin aus München, die kürzliche für 250 Euro Enten bestellte: "Aber nicht samstags liefern", bat sie, "mein Mann soll das nicht mitkriegen." - Astrid Beckmann.